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10 Gründe, warum The Secret und Law of Attraction Bullshit sind

1. Das Universum ist kein Selbstbedienungsladen
In der Natur hat alles seine Ordnung, es gibt für jede Kraft eine Gegenkraft. Für jedes Raubtier ein Beutetier, für jedes Beutetier eine bevorzugte Pflanze, für alle von ihnen Viren und Bakterien, die aus Krankheit und Tod neues Leben erschaffen. Der Mensch fällt aus dieser Ordnung raus, wir haben uns über die Welt ausgebreitet wie Krebs über einen Organismus. Die Idee, dass wir uns unschuldig wünschen können, was wir wollen hat genau zu der Situation geführt in der wir uns jetzt befinden. Ein kleiner Virus legt unsere Wirtschaft lahm, ein steckengebliebenes Schiff droht das ganze System zu kippen.
Kraft und Gegenkraft führen zu Wettrüsten zwischen den Mächten.

2. Sie erzählen nur die Hälfte.
The Secret ist eine Sammlung von Interviews mit einflussreichen Menschen, die steif und fest behaupten, dass wir haben können, was wir wollen, wenn wir es uns nur fest genug wünschen. Für diese Leute ist das wahr, sie können sich alle ihre Wünsche erfüllen, weil sie die Connections haben und das Geld, oder sonstigen Tauschwert um diese Connections zu bezahlen.

3. Reiche Leute verkaufen, was gehört werden will
Wenn Sie je von Hartz 4 gelebt haben, also ca. 700€/Monat, davon Abgezogen Miete, Strom und eventuelle Handy/Festnetzkosten bleibt gerade mal so genug zum Essen und Kleidung kaufen. Daraus folgt, dass „the Secret“ nur für Leute gilt, die bereits die Mittel haben um von dort irgendwohin zu kommen.

4. Wenn „The Law of Attraction“ für dich funktioniert, dann nur deswegen weil du Glück hattest.
Das Universum hat evt. nicht für deine Schulbildung, Ausbildung, Bildungsabschlüsse bezahlt, sondern der Steuerzahler.
Vielleicht musstest du morgens keine 10 Kilometer zur nächsten Schule laufen, weil die Infrastruktur existiert oder die Schule um die Ecke ist, diese existiert nur, weil jemand dafür bezahlt hat. Und das war niemand der es sich „nur gewünscht“ hat.
Vielleicht wurde deine Heimat nicht bombardiert, weil du in Europa oder Amerika geboren wurdest, reines Glück.
Vielleicht hast du keine Lernbehinderung, weil deine Ernährung ausreichend war, genug Nährstoffe enthielt und keine Pestizide, Chemikalien, Quecksilber, etc.

5. „Law of Attraction“ gibt eine Freikarte zu unmenschlicher und kaltherziger Weltsicht.
„Wenn du nicht bekommst was du haben willst ist es deine eigene Schuld“.
„Wenn schlechte Dinge passieren, hast du sie in dein Leben gezogen“.
Sind Dinge, die häufig darüber zu hören sind. Tatsache ist, es passieren gute und schlechte Dinge, jeden Tag, allen Menschen und niemand ist verantwortlich, oder es hat keinen besonderen Grund.
The Secret unterstellt, dass wir alle unsere eigenen Götter sind und befreit uns von der Notwendigkeit, Verantwortung für das Leiden Anderer zu übernehmen.

Wenn Sie sich kritisch äußern, gehören Sie zu denen mit negativer „Energie“ und sollten gemieden werden.

6. The Secret wird in MLM Kreisen dazu missbraucht, falsche Erwartungen zu wecken.
Tausende von Leichtgläubigen fallen permanent sogenannten Multilevel Marketing Plotts zum Opfer. In sogenannten Workshops, 20-50€/Teilnehmer, manchmal 150€ und mehr, finden in teuren Hotels oder Restaurants statt. Es kommt jemand und redet über seinen Erfolg und überzeugt die Teilnehmer, dass sie das auch erreichen können, wenn sie nur hart genug daran glauben. Die Mehrheit der Teilnehmer sind mittellose Hausfrauen oder Frauen und Männer im unteren bis mittleren Einkommensbereich. Viele opfern ihr letztes Geld um „Teil von etwas“ zu sein, Zusammengehörigkeitsgefühl und Motivationsgerede, das sie High macht ihnen etwas gibt an das sie glauben können. Und durchaus gibt es einige die tatsächlich damit weiter kommen, in der Regel auf Kosten all ihrer Freundschaften und Familien.

7. Ersetzen sie jedes Mal, wenn das Wort „Energie“ verwendet wird mit „Geld“ oder „Einfluss“
In „Law of Attraction“ geht es um Geld. Sie richten ihre Finanzen nach dem emotionalen Einfluss aus, sodass die Finanzielle Vibration soweit in die Reihe kommt um Ihnen das zu verschaffen, was sie sich wünschen. Dazu müssen Sie sich vorstellen, sie hätten es bereits erreicht (Projektmanagement 1.01 – Vision) , sich dafür öffnen, wie das Universum Sie dahin leitet (Optionen prüfen), sich nicht zu sehr um das „wie“ kümmern (macht Sinn, das größere Ziel ist ja das, was erreicht werden soll, nicht wie die Blumen aussehen, wenn jemand wichtiges vorbeikommt), bereit sein, in Aktion zu treten, wenn sich eine Gelegenheit ergibt. Etc…

8. Besuchen Sie statt der ganzen Visualisierungen einen Kurs, Schule, oder machen Sie noch eine Ausbildung
Damit ist das Geld jedenfalls besser angelegt, als auf einem dieser lächerlichen „workshops“. Kirche ist frei, glauben ist dort vielleicht weniger einfach, als beim schnöden Mammon, aber möglicherweise offensichtlicher.
Mit einer Ausbildung ist es in der Regel, strukturierter mit den benötigten Informationen. Zb. „ich will ein Haus besitzen“ – Werden Sie Immobilienmakler, lernen Sie mit einer Ausbildung alles was sie wissen müssen um damit zu handeln. Alles was der Gesetzgeber hier haben will, Rechte, Pflichten, etc. Tun Sie im Anschluss das was sie dachten, das sie wollen, oder eben nicht, wenn’s das nicht war.

9. The Secret / Law of Attraction lebt in einem anderen Universum
Immer, wenn die Logik nicht zusammen passt, wird sie so gebogen, dass sie irgendwie wieder passt. Es gibt keine Möglichkeit, mit modernen Methoden der Wissenschaft zu prüfen, ob „Law of attraction“ wirklich ein Naturgesetz ist. Es macht nicht den geringsten Sinn, den „Betroffenen“ mit Logik auf die Pelle zu rücken. Stattdessen sollte gefordert werden, dass was auch immer verkauft werden soll auf einem Papier vorgerechnet werden kann. In vielen MLM Methoden stellt sich mit ein bisschen Nachrechnen heraus, dass es unmöglich ist, als Einzelperson ins Plus zu kommen. Der Einzige Weg ist harte Arbeit, 8-10 Stunden kalte Aquise am Tag, und dann noch das Betreuen derjenigen die Ihnen auf den Leim gegangen sind und produktiv sind. An der Stelle lohnt es sich vielleicht wieder, über eine Ausbildung nachzudenken.

10. Persönliche Note
Jeder kennt jemanden, der MLM oder The Secret auf den Leim gegangen ist. In meinem Leben waren das mindestens zwei Leute. Die eine Person war nur auf’s Geld aus und in der Zeit wohl auch nicht gern gelitten, bohrte ständig nach Bekannten und Freundschaften, an die sie ihre Versicherungen verkaufen konnte. Die andere Person gab einiges an Geld für das „feel good“ aus, Workshops in Hotels, „bekannte“ Sprecher im MLM Kreis. Vision Board, etc. Es wurden sicherlich 3.000 – 5.000 € ausgegeben, um „Teil von etwas“ zu sein.

Es sollten für 2-300€/Monat Waren abgenommen werden, dafür gab es Punkte zurück. Von den Punkten konnte dann etwas gekauft oder ausgezahlt werden. Ich hatte „Glück“, ich war eine der Personen die zu „negativ“ waren und mit denen nicht interagiert werden sollte, weil sie die „Energie“ sabotieren.

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Theran Ra: Ist das so? Ist das wahr?

​Einatmen für drei, ausatmen für fünf

Die Ruhe kam nach einigen Wiederholungen wie eine tröstende Decke über seinen aufgewühlten Geist. Die Welt fühlte sich plötzlich wieder an als sei sie in Greifweite und Dankbarkeit breitete sich in ihm aus. 

Was für eine grässliche Nacht? Wie dumm kann ich sein?

Der Gedanke erschien aus der Dunkelheit nachdem er die Augen geschlossen hatte und in der schwarzbunten Sphäre des Wachbewusstseins hinter den Augen darauf wartete. Er wusste dass dieser kommen würde, die Spannung des Körpers hatte ihn festgehalten, ohne ihn auszusprechen. Die Emotionen fühlten sich fern an. Selbstvorwürfe und Selbstentwertung rangen für Sekunden -die sich wie die Ewigkeit anfühlten- mit Verständnis, freundlicher Offenheit und Belustigung miteinander. Sein Nacken entspannte sich, das Gesicht, Schultern, Rücken und nach einigen Momenten des Widerstands auch der Unterleib und die Beine.

Das hier ist das Hier und Jetzt. Es es wahr, dass die Nacht grässlich war? ~ Ja! Die Alte hat mich nur benutzt! Sie war gierig, und grauselig und sadistisch, und blutrünstig! Wir hatten Glück, dass wir da nur mit der Erinnerung rausgekommen sind!

Wie sicher es sich anfühlte, diese Aussagen zu tätigen, so fühlte es sich an, wenn er recht hatte. So eine ungerechte Welt brauchte auf jeden Fall einen Retter, und er würde derjenige sein. Belustigung, sanftmütiges Verständnis. Unwillkürlich fühlte er seinen Körper nicken.

Möchtest du, dass sie sich so fühlt, wie du dich gerade fühlst?

Schweigen, Widerstand, ein Gefühl wie das verzweifelte Festhalten an der Kante eines Abgrundes der ins Nichts führt, in den Tod. Die Spannung des Gefühls erfüllt seinen Körper für lange Sekunden, große Traurigkeit rollt über ihn, lässt Feuchtigkeit an den Kanten seiner künstlichen Augen entstehen und einige Milimeter herabrollen, versiegt wieder. Große Weisheit erfüllt ihn, umarmt das Gefühl tröstend, gibt ihm die Nähe die es braucht.

Nein.

kommt zögernd die Antwort.

Sehr wahrscheinlich leidet sie unter ihrer eigenen Leere, möge sie den Trost finden, den wir gerade erfahren haben. Ihr das Gefühl aufzubürden, würde ihr das Leid vergrößern, das ist nicht was ich brauche.

Was brauchst du jetzt in diesem Moment?

Nur unsere eigene Nähe.

Er lächelt in sich hinein, lässt dem Inneren Leben seinen eigenen Lauf. Sitzt noch einige Minuten ehe er sich etwas zu Essen macht und sich dann von dem einfachen Raum verabschiedet in dem er gerade haust. Er wird seiner Arbeit nachgehen, in dem gemieteten Raum über die nächsten Stunden mit Kunden reden, trösten, hinterfragen, Verständnis zeigen. Nichts davon ist zuviel, wenn er für sich selbst da ist. Vielleicht wird er in den Bars und Kantinen den Freunden, Fremden, Lehrern begegnen, die mit unangenehmen Erfahrungen die Lektionen bringen, die er benötigt um in dieses Leben hineinzuwachsen.

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Hölle auf Erden

Nach dem Writing Prompt von Reddit: https://www.reddit.com/r/WritingPrompts/comments/fkvh54/wp_the_antichrist_came_and_went_but_no_one/

Ihre Hufe klackerten durch leere Straßen. Wo gestern noch Menschen unterwegs gewesen waren, wanderten nun die ersten Tiere, die vertrieben worden waren. Seit die Seuche um die Welt ging und vielen ihre Geliebten raubte hatten sie sich zur freiwilligen Quarantäne in ihren Wohnungen verschanzt. Sie hätten leiden müssen, doch stattdessen hatten sie sich mit den Gegebenheiten arrangiert. Der zentauroiden Heerführerin war es schleierhaft, wie die Dinge sich entwickelt hatten. Ihr Boss war über die Kontinente gezogen, hatte Tod und Verderben mit sich gezogen. Ihr Widersacher, Christus war gekommen und hatte diejenigen mit sich genommen die er für würdig hielt. Derer waren es wenig genug gewesen. Die vier Reiter waren ununterbrochen beschäftigt, brachten Tod, Seuche, Krieg, Hunger und wirtschaftlichen Ruin.

Und dennoch… dennoch wurde die Apokalypse ignoriert. Dampf stieg vom Asphalt auf als sie eine Straße überquerte. Die biblischen Unglücke schienen den Menschen langfristig nichts auszumachen. Eine junge blonde Frau, eine von jenen, die sich nicht an die Ausgangssperre hielten starrte Tika an, blinzelte, wendete ihr dann den Rücken zu und schoss ein Selfie.

Indigniert starrte die Dämonin das Menschenkind an, sowas Unverschämtes. Nicht einmal um Erlaubnis gebeten worden zu sein. Dieser Ort fühlte sich wirklich wie daheim an, wie die Hölle.

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100 Fragen für Fremde

von hier geklaut https://www.askdeb.com/miscellaneous/fun-questions-to-ask-strangers/

Ein Versuch der Selbstunterhaltung.

  1. Sehe ich Fett aus? Nope… eher zu dürr.
  2. Was habe ich letzte Nacht gemacht? Geschlafen,
  3. Am Abend davor? Freunde mit Memes gespammt.
  4. Warum singe ich nicht? Würde gerne, aber wenn ich die Welt mit einem stabilen Ton retten sollte fürchte ich, ist es um die Welt geschehen.
  5. Wann hast du dich das letzte Mal krank gemeldet? November 2018, fiese Grippe.
  6. Hattest du deine 5 Minuten heute schon? Nein, leider nicht.
  7. Hat deine Ma dich je davor gewahrnt, mit Fremden zu reden? Ja… Leider. Statistisch passieren 99% aller Misshandlungen durch jemanden der einem nahe steht.
  8. Was ist deine Droge? Kaffee und Milch, Computerspiele, Memes, alles besser wissen.
  9. Was ist deine Lieblingszeit am Tag? Früh morgens, bevor die Welt erwacht oder sehr spät nachts wenn die Welt schlafen gegangen ist. Wenn ich etwas arbeiten will ist mir die Nacht lieber.
  10. Was hast du dir dieses Jahr vorgenommen? Einmal im Monat auf eine Messe gehen, egal was, hauptsache irgendwas neues sehen.
  11. Wie lange hat es gedauert, mit der neuen Angewohnheit für dieses Jahr zu brechen? Zehn Tage. Im Januar war es zu müßig, eine Künstlermesse zu besuchen. Februar war ich auf einer Japan-Messe in Münster.
  12. Was bereust du am meisten? Das späte lernen von social Skills, vielleicht hätten sich Freundschaften retten lassen, wenn ich aufmerksamer gewesen wäre.
  13. Was war das letzte was du gegessen hast? Rindfleisch und Ente mit Butter und Käse.
  14. Was hast du im letzten Kaufrausch gekauft? Eine Handvoll alter Comicbücher.
  15. Wann hast du dich letztes Mal wie ein Idiot gefühlt? Heute, auf der Arbeit, täglich eigentlich, aber bislang hatte ich wohl Glück.
  16. Was hast du dir letztes Jahr zu Weihnachten gekauft? Ich war in Holland, am Meer, in einem ziemlich ärmlichen Wohnwagen und habe mit einem Fremden in einem Restaurant gegessen.
  17. Warum machst du nicht frei und gehst an den Strand? Fühle mich nicht danach.
  18. Was würde herauskommen wenn man dich auf Google sucht? Ein altes Facebook Profil und eine Deviantart-Galerie mit Bildern der letzten Jahre.
  19. Wann und wo war dein bester Urlaub? Holland an Weihnachten.
  20. Steht dir die Farbe die du trägst? Vermutlich nicht, mir wurde mehrfach gesagt, ich sei ein Hippietyp, aber ich bin nicht mutig genug, um wie ein Pfau in rosa herumzulaufen.
  21. Was war der seltsamste Traum den du je hattest? Ein Fiebertraum in Kombination mit Wim-Hof-Methode. Ich fühlte mich von meiner Ma gehalten, aber es war nicht meine Ma, sondern die Mutter aller Mütter. Wir waren unter einem Blätterdach und ihr Gesicht wirkte ein wenig wie das eines Schimpansen. Das Blätterdach transformierte zur Kuppel im Regierungsgebäude, mathematisch, kühl, technisch. Kann mich nicht erinnern, mich jemals so geborgen gefühlt zu haben.
  22. Wann war das letzte Mal, dass du dich für ein Ereignis hübsch gemacht hast? Die Hochzeit eines Familienmitglieds.
  23. Welche Haarfarbe bevorzugst du beim anderen Geschlecht? Nie drüber nachgedacht.
  24. Wie oft duschst du in der Woche? Ca. 3 Mal oder nach Bedarf. Haare fetten mit verschiedenen Shampoos unterschiedlich schnell nach.
  25. Was ist das teuerste das du gerade trägst? Mein Schal.
  26. Wer ist dein Vorbild? In der Vergangenheit die falschen Leute, heute Jordan Peterson, Joe Rogan und Wim Hoff, wenn überhaupt.
  27. Wenn du den Rest deines Lebens dieselbe Farbe tragen müsstest, welche wäre das? Grau. Grau ist klassisch, Jede Farbe sieht gut aus mit Grau.
  28. Warum stellen man kein Katzenfutter her das nach Maus schmeckt? Ist vermutlich unwirtschaftlich, extra Mäuse für Katzenfutter zu züchten.
  29. Was ist deine liebste Erinnerung? Die Feststellung, dass ich mich dem Lehrer(in der Grundschule) entziehen kann, wenn ich zeichne.
  30. Benutzen Menschen mit Glatze Shampoo oder Seife für ihren Kopf? Nie drüber nachgedacht, aber da meine Finanzen lange knapp waren… Ein Blöckchen Seife hält erschreckend lange und kostet ca. 30 cent, Shampoo verbraucht sich schneller(und ist mit dem ganzen Palmfett auch Umweltfeindlicher), wäre also wirtschaftlicher, Seife zu verwenden.
  31. Was sind deine Spitznamen? Schätze, abweichend von meinen Online-Personas habe ich keinen.
  32. Was ist das witzigste was du heute gehört hast? Mein Nachbar erzählte etwas, das mir entfallen ist.
  33. Was ist das witzigste was du heute gesagt hast? „witzig“ zu einem Problem das nicht witzig war.
  34. Warum drücken Leute fester auf die Fernbedienung wenn sie wissen, dass die Batterie zuende geht? Nie davon gehört, schätze sie wissen es nicht besser.
  35. Welche Farbe hat deine Zahnbürste? Die Borsten sehen recht neu aus, der Griff vermutlich minzgrün mit weis.
  36. Welchen Klingelton benutzt du? Ich wünschte, es wäre ein guter Song oder spezieller Ton… aber ich benutze den voreingestellten Standard.
  37. Himmelst du derzeit jemanden an? Vielleicht…
  38. Was tust du wenn du nervös bist? Zerfleische mir das Gesicht auf der Suche nach Unebenheiten auf der Haut.
  39. Isst du gern Sushi? Sehr…
  40. Wann hast du dir das letzte Mal die Sterne angesehen? Gestern
  41. Spuckst du je? Vielleicht…
  42. Wie geht es dir mit Fernbeziehungen? Schwieriges Thema.
  43. Wie oft kochst du dein eigenes Essen? Täglich.
  44. Hast du Haustiere? Wie heißen sie? Ja, Teddy
  45. Trägst du Markenunterwäsche? Vermutlich nicht.
  46. Wann hast du das letzte Mal allein getrunken? 2016
  47. Hast du es je bereuht, jemanden geliebt zu haben? Ja
  48. Wann warst du das letzte Mal sehr glücklich? Vor zwei Wochen.
  49. Auf einer Skala von 1-10, wie Glücklich bist du mit deinem Leben? 6 oder so, habe nicht das Gefühl, dass Glücklichsein ein guter Selbstzweck ist.
  50. Ist Sonnenauf, oder Sonnenuntergang mehr dein Ding? Sonnenaufgang.
  51. Warst du je in einen Auto-Unfall verwickelt? Mehrfach, aber war immer nur am Rande, nie mittendrin.
  52. Welche Art Mode interessiert dich? Steampunk, Cyberpunk.
  53. Was ist dein Lieblingshaarschnitt an einer Frau? Rastazöpfe.
  54. Hast du angst, Leute einzuladen? Nein; auf ein Date? Ein bisschen.
  55. Hättest du lieber fünf Bekannte oder eine Freundschaft? Fünf Bekanntschaften.
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Traumfang

Dieser war anders als die anderen. Er war sein halbes Leben lang glücklich gewesen, umgeben von seiner Familie, Freunden, Nachbarn, Verbunden durch ein wundervolles Netzwerk. Unterstützt durch ein Netzwerk von Pilzen, weicher Erde, und einem empfindlichen Netzwerk von Microorganismen.

Eines Tages endete der Frieden. Die Erde bebte unter dem Gewicht schwerer Maschinerie. Das Pilzgeflecht hörte auf, Eindrücke zu übermitteln, der Mikrokosmos schrie vor Qual. Er begann, Gifte zu produzieren, zum ersten Mal in seinem Leben. Die auf ihn giftigen Nebel, die Impfungen und das behütete Leben hatten ihn stets beschützt. Es war nie nötig gewesen.

Er wurde aus der Erde gerissen und über weite Entfernungen transportiert, in Stücke zerrupft und kam schließlich erschöpft in einer Plastikschale in McDonalds zu liegen.

Als er von einer Gabel gestochen wurde hatte entschied er dass er genug hatte. Der grüne Salat zog seine Einzelteile telekinetisch zusammen, levitierte aus dem schmierigen French Dressing und schüttelte sich wie ein kleiner Hund, faltete die Raumzeit und war von einem auf den anderen Moment verschwunden.

Niemand würde dem bedauernswerten, verdatterten, mit French Dressing bespritzten Kiffer später glauben…

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Blickkontakt

Unsere Blicke treffen sich und etwas fühlt sich seltsam an. Unsereiner stellt selten Blickkontakt herr, wir kommunizieren die meiste Zeit mit dem ganzen Körper oder Worten und Gesten.

Ich muss erstarrt sein, denn sie blinzelt und verzieht das Gesicht auf eine Weise, die mir neu ist. Gesichtsausdrücke sind nicht mein Ding… wie schon erwähnt…

„stimmt was nicht?“, fragt sie und ich versuche ein Lächeln: „Das fühlte sich seltsam an, gerade.“ Sie nickt und lächelt zurück: „Menschen sind so, fühlt sich peinlich an, hm?“ Ich friere erneut ein. Weiß sie etwas?

„Das ist okay“, merkt sie an: „Manche Leute haben Autismus oder leiden unter Asperger, oder so, kann sein, dass du einer davon bist.“

Ich nicke nur und nehme mir vor, die Bibliothek zu besuchen um darüber zu lesen. Diese einsame Welt besitzt noch kein hochentwickeltes Informationsnetzwerk. Autismus als Cover zu verwenden scheint mir eine gute Idee zu sein

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Das Raumschiff

Die Erinnerungen tröpfeln nach und nach in mein Bewusstsein. Immer wenn ich Zeit habe, mich nichts ablenkt und relative Stille mich umgibt, zieht es meinen Geist ins Innere. Das Aroma von Desinfektionsmitteln, Kunststoffen und Raumerfrischer, das unterschwellige Brummen und Vibrieren der Generatoren und Antriebsagregate und die immer mal wiederkehrende Erkenntnis, dass das Universum schrecklich groß und gewaltig ist und wir im Grunde nur herumgewehte Staubkörner sind.

Ich weiß, dass diese Erkenntnisse und Erinnerungen nicht meine eigenen sind. Dennoch haben sie mit mir zu tun. Sie sind Teil dessen, der mich nach Plan hier absetzte. Während meiner Lebenszeit werde ich niemandem meiner Art mehr begegnen.

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Wissensdatenbank – Knowledgebase

Softskills

Software

Scribus – Layout Freeware für Design

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Hallo 2019

Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende. Viele Dinge endeten dieses Jahr und nicht so viele Dinge begannen.

Mein Backup der alten chaotisch disorganisierten Website liegt fein säuberlich und in Stückchen (Wer speichert denn die Datenbank ohne die PHP Struktur?) auf einer Festplatte im Schrank und es gibt so viele neue Dinge, die mich davon ablenken, es wieder herzustellen. Das wird wohl dazu führen, dass diese Website von vorn anfängt.

Vielleichwurde mein Name auf einer Website gesehen, oder wir sind uns begegnet und ich habe ein Kärtchen hinterlassen, das hier auf diese Seite führt.

Nun befinde ich mich in einem Zwiespalt darüber, was ich preisgeben möchte und was nicht.

Das Kärtchen ist wohl die einfachere Abzweigung.

Über mich

Eventuell hier her führende Recherchen mögen in andere Gefilde führen, um nicht zu sagen in alle möglichen Himmelsrichtungen und Ebenen.

Meine Interessen sind weitgreifend und umfangreich. Alles hängt zusammen und so führt das Interesse an Computern zu NeuroBiologie, von dort zu Psychologie und über den Schwenk mit Depression zu Ernährung, Biologie und Physik zu Biohacking und Tierkommunikation.

Es gibt kein richtiges Konzept für diese Website, weil ich es schwierig finde, in meiner Freizeit an getroffenen Entscheidungen festzuhalten. Aber es mag eine gute Idee sein, wieder eine Knowledge-Base mit Links in all diese verschiedenen Fachgebiete zu pflegen.

Über den Assistenzhund Teddy

Ich halte mich für eine recht langweilige Persönlichkeit, die versucht, diese Langweiligkeit mit Wissen und Witz zu übertünchen, aber im Grunde kann man wohl das Meiste über mich in drei Stunden lernen.

Mein Assistenzhund Teddy ist fast immer bei mir, wir gehen arbeiten. Er tut einen guten Job, und lenkt oft die Aufmerksamkeit des Gegenübers von mir ab, oder mich davon, mir zu sehr Gedanken über meine Umgebung zu machen.

Oft werde ich gefragt, wofür er mich begleitet und ich bin gewillt, hier einen Einblick zu gewähren.

2014 bis 2017 erhielt ich verschiedene Diagnosen für Dinge die ich für normal hielt. Unter anderem Depression und Paranoia. Der Hund hilft mir dabei, täglich aus dem Haus zu gehen. Er stellt Körperkontakt her wenn ich mich verlassen fühle oder lenkt mich ab, wenn ich drohe, in meine eigene Finsternis zu sinken. Wenn ich nachts aufwache und glaube, es sei noch jemand im Raum, schlummert er friedlich weiter. Hört er etwas brummt er tief und lässt es mich wissen. Selten schleicht sich jemand an, ohne dass einer von uns das merkt. Und wenn wir es merken, lässt er mich oft wissen, welche Stimmung die Person hat. Das gibt mir Sicherheit.

Manchmal merkt er wenn jemand einsam ist und tröstet dann diese Person. Wir besuchten ein Altenheim für eine Weile, und waren täglich außer Haus um zu lernen, wie man der Welt ein bisschen mehr vertrauen kann.

Vielleicht sind die zerfusselten Backups in diesem Fall ein Segen.